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Fachtag 2026
WEIBLICHE WUT & EMPOWERMENT
Wenn Wut eine Stimme bekommt entsteht Handlung

Datum: 06.10.2026
Uhrzeit: 09:30 – 16:00 Uhr
Ort: Kolping-Bildungsstätte Coesfeld

Referentinnen:

SADAF ZAHEDI
Sadaf Zahedi bereichert den Tag mit ihren ausdrucksstarken, politisch-feministisch geprägten Poetry Slams. Die Autorin, Künstlerin und Aktivistin thematisiert in ihren Werken Krieg, Flucht, Identität und Frauen*rechte. Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich politisch. Sadaf Zahedi ist Gründerin des Projekts „Bildung ohne Bücher“, welches sich der Bildungsförderung von analphabetischen Kindern in ländlichen Regionen Afghanistans widmet.

PD DR. BETTINA BOCK VON WÜLFINGEN
PD Dr. Bettina Bock von Wülfingen verbindet wissenshistorische Perspektiven auf weibliche Wut mit Erkenntnissen zur transgenerationalen Weitergabe von Traumata. In ihrem Vortrag zeigt sie, wie sich diese Dynamiken in psychosozialer Belastung und indirekter Aggression ausdrücken können, und erörtert, wie Handlungsfähigkeit zurückgewonnen werden kann. Als Dozentin, Autorin und Trainerin arbeitet sie zu Themen wie Geschlecht, Machtmissbrauch, Allyship, Unconscious Bias und Antirassismus.

CIANI-SOPHIA HOEDER
Ciani-Sophia Hoeder beleuchtet weibliche Wut aus gesellschaftspolitischer und intersektionaler Perspektive. Ihre Arbeit verbindet visuelle, literarische und journalistische Zugänge zu Fragen von Macht, Ungleichheit und Popkultur. Sie ist Gründerin des RosaMag, wurde mehrfach ausgezeichnet und zählt zu den „30 unter 30“. 2021 erschien ihr Debüt „Wut und Böse“, 2024 folgte „Vom Tellerwäscher zum Tellerwäscher“ über soziale Ungleichheit.

Trauma durch geschlechtsspezifische Gewalt und seine Folgen
Warum wir über weibliche Wut sprechen müssen

Wut ist eine grundlegende menschliche Emotion – dennoch wird weibliche Wut bis heute tabuisiert und abgewertet. Wenn Mädchen* und Frauen* ihre Wut ausdrücken und für sich einstehen, stoßen sie oft auf Ablehnung und Sanktionen. So werden berechtigte Anliegen ausgeblendet und Scham- und Schuldgefühle erzeugt. Viele lernen früh, ihre Wut zu unterdrücken, Erfahrungen zu relativieren oder die Wut gegen sich selbst zu richten.

Wut ist ein wichtiger Hinweis auf Grenzverletzungen und Ungerechtigkeit – und eine kraftvolle Ressource für Schutz, Selbstermächtigung und gesellschaftliche Veränderung.

Dieser Fachtag lädt dazu ein, weibliche Wut neu zu verstehen: als professionelle und persönliche Stärke und als politische Kraft.

Hintergrund:

In den vergangenen Jahren hat frauen e.V. Fachtagungen zur Istanbul-Konvention (IK) und ihrer Bedeutung für Prävention, Schutz und Unterstützung von Frauen* und Mädchen* veranstaltet.
Aus dieser Initiative heraus gründete sich das Netzwerk zur Umsetzung der IK im Kreis Coesfeld. Der Fachtag 2026 knüpft daran an und rückt weibliche Wut als Kraft für Empowerment und Veränderung in den Mittelpunkt.

Wir freuen uns auf eine Tagung, die inspiriert, zum Reflektieren und Handeln anregt, Perspektiven verbindet und Impulse für Praxis, Solidarität und gesellschaftliche Veränderung setzt.

Für Fachkräfte aus Therapie, Beratung, Pädagogik, Politik, Gleichstellung und Verwaltung sowie Studierende und Interessierte

Anmeldung per Mail an info@frauen-ev.de

Ihr Team von frauen e.V.